Am Randes des Industriegebietes der  rheinischen Kleinstadt liegt ein Betrieb, dessen heller, freundlicher Flachbau sich harmonisch dem Hang einer großen  Wiese anschmiegt.

Das Gebäude ist gepflegt, die Höfe sind  sauber.

Um die gefürchtete - weil  krisenanfällige - Monostruktur zu vermeiden, sind mehrere Unternehmensbereiche entstanden:

Metallverarbeitung

Schreinerei

Dienstleistungsbereich

Gartenbaubereich

firmeneigenes  Schulungszentrum

Für die etwas 75 Mitarbeiter ist eine  eigene Küche eingerichtet, die alle Belegschaftsmitglieder versorgt.

 Ganz hervorragend ist die  Altersstruktur: fast alle der hier Beschäftigten sind
 jünger  als 25 Jahre.

-  nur die Lehrer dieser Sonderschule sind älter  -

Des Rätsels Lösung: eine Berufsschule. Aber eine von besonderer Art. Hier werden junge Leute, bei denen vor allem die praktischen Fähigkeiten entwickelt sind, auf das  Berufsleben vorbereitet.

Der  Bildung an dieser Schule sind jedoch keine fertigen Berufsbilder vorgegeben. Hier muss erst einmal wegen des Fehlens solcher Berufsziele selbst herausgefunden werden, welche Nischen die Leistungsgesellschaft noch nicht besetzt hat.

Erst dann können die Jugendlichen  gezielt ausgebildet werden, damit sie später innerhalb dieser ausgewählten beruflichen Tätigkeiten bestehen  können.

 Die bisherigen Analysen - eine Art  kleine Marktuntersuchung - führten zu dem Ergebnis, verstärkt  Tätigkeiten des Dienstleistungssektors in die schulische  Ausbildung aufzunehmen.

 Und so kommt es, dass neben der schon traditionellen Ausbildung im Metall- und Holzbereich auch die Lernfelder Gartenbau und Dienstleistungen im Hotel- und  Gaststättenbereich eigenständige Bereiche des Lehrplans sind.